Episode 2: Gleichstellung – Auch ein Thema im Rahmen der Digitalisierung der Medizin?

  

In der zweiten Folge treffen wir auf Dr. Bärbel Miemietz und Ina Pidun, die über ihr Projekt „Digimed fF“ – digitale Zukunft der Medizin für Frauen“ sprechen. Die Digitalisierung der Medizin wirft – u.a. – die Frage auf, welche evtl. ganz neuen Kompetenzen Ärztinnen und Ärzte sich nun aneignen müssen. Aus der Perspektive der Gleichstellung ist diese Frage unmittelbar mit der Frage verbunden, wie sichergestellt werden kann, dass Frauen diese Kompetenzen in gleicher Weise erwerben wie Männer und noch weiter gefasst: Wie ist es zu schaffen, dass Frauen von den Chancen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, in gleicher Weise profitieren wie Männer?

Die Gäste

Bärbel Miemietz ist seit 15 Jahren die Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Hochschule Hannover, sie kümmert sich dabei um alle Sorgen und Themen, die die Studierenden und Beschäftigten der Hochschule in Sachen Geschlechter- und Gleichstellungsarbeit haben, zum Beispiel Vereinbarkeit von Familie, Beruf oder Studium oder auch die Karrieren als Wissenschaftlerinnen. Aber sie forscht eben auch selbst – ein wichtiges und großes Thema ist die geschlechtersensible Medizin ein anderes eben die Digitalisierung der Medizin für Frauen.

Ein weiterer Gast in unserer Sendung ist Ina Pidun, sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Gleichstellungsbüro von Frau Dr. Miemietz und betreut dort das ganze Projekt DigiMedfF, sie hat dabei unter anderem eine Tagung mit dem Titel „Lücken im System“ auf die Beine gestellt. Studiert hat sie Soziologie in Wien und Salzburg.

Das Ziel von Digimed fF

Die beiden Forscherinnen wollen rausfinden, welche Kompetenzen benötigt werden und ob sie geschlechterspezifisch vermittelt werden müssen und wie sich die Lehre und die Weiterbildung aufstellen müssen, um möglicherweise vorhandene Unterschiede im Lernverhalten oder in den Interessen von Frauen und Männern aufzufangen. Im ersten Schritt betrachten sie das Thema in der ganzen Breite. Durch strukturierte Interviews mit verschiedenen Personen versuchen sie zu ergründen, ob und wie gut Ärztinnen und Ärzte sowie Studierende auf die Digitalisierung der Medizin aktuell vorbereitet sind.

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